Bio zwischen Wahn und Sinn; EU-Bio-Siegel für Discounter - Massenware billiger auf den Tisch

Veröffentlicht auf von Hildegards Blog

So sieht EU-Bio-Siegel-Qualität wirklich aus, sie ist nach ihren Standard-Richtlinien eine Massenware für Aldi-Lidl-Eideka-Rewe und Co., dabei spielt nur der Profit ein Rolle, aber nicht das Tierwohl oder die Nachhaltigkeit bzgl. Bodenqualität, Ressourcenschonung und Schutz der Biosphäre.

In dieser Doku von 28 min. wird dargestellt, wie die Tiere - Schweine, Hühner - gehalten werden, wenn es um EU-Bio-Richtlinien geht, das ist also komplett zu vergessen.

Wenn man schon mehr Geld ausgeben will, scheint man nur mit Demeter, Bioland, Naturland, Tagwerk - hier handelt es sich in der Reihenfolge qualitativ absteigend um kontrollierte Biosiegel -, die strengere Richtlinien einhalten müssen und wollen.
 

Einberechnet wird oft nicht, dass in dem höheren Preis für Bio-Lebensmittel erstens die gesellschaftliche Leistung enthalten ist: so werden mit dem Geld der Umweltschutz, das Tierwohl, aber - je nach Siegel - auch soziale Standards für die Mitarbeiter gefördert.

Und zweitens ist die Wahrscheinlichkeit, dass biologisch hergestellte Nahrungsmittel gesünder sind, dann doch höher als bei konventionell hergestellten.

Allein von der Idee her spricht einiges dafür.
Denn ein grundlegender Unterschied ist, dass die konventionelle Landwirtschaft Unkraut und Schädlinge chemisch bekämpft - mit Pestiziden und Herbiziden. Sie nimmt also den Pflanzen die Aufgabe ab, sich selbst zu schützen.

Folge: Die Lebensmittel aus konventioneller Landwirtschaft produzieren weniger Abwehrstoffe. Somit wird mit Pestiziden genau das, was am Gemüse als gesund gilt, nämlich die Antioxidantien, reduziert. Im übertragenen Sinne sind es verwöhnte Äpfel, die wir dann essen. Diese haben den Nachteil, dass sie auch in unserem Körper nicht die Reaktionen auslösen, die uns gesünder machen.

Eine von der Universität Newcastle geleitete Meta-Studie legt nahe, dass "bio" tatsächlich gesünder ist. 343 Studien zu den Inhaltsstoffen von biologisch und konventionell angebauten Feldfrüchten haben die Forscher unter anderem ausgewertet. Die Studie wurde durch das 6. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Kommission und den Sheepdrove Trust finanziert.

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