Der Preis der Freiheit - Postwachstumsphase - Bedingungsloses Grundeinkommen

Veröffentlicht auf von Hildegards Blog

Ein wunderschöner Beitrag in 3Sat über die Frage, 
ob unsere Freiheit, die wir ständig propagieren und die wir als Erfolg unserer aufgeklärten und technisierten Welt erachten, vielleicht doch eher eine Illusion ist.

Wenn Freiheit nicht mehr bedeutet, jederzeit eine Wahl zu haben, sondern heisst, ich kann aus einem vielfältigen Angebot auswählen, dann ist das die subtilste Art von Versklavung unseres Lebens, die man sich nur vorstellen kann.

Wir wurden dadurch degradiert zu Konsumenten, die sich mit viel Arbeit das leisten wollen, was doch alle haben müssen, um dazu zu gehören und es geschafft zu haben.

Zwei junge Menschen (ein "Kreativwanderer" aus Deutschland und eine Studentin aus Griechenland) lassen sich ein auf die Frage, wie Leben in Freiheit gelingen könnte. Und die Erziehungswissenschaftlerin Marianne Gronemeyer ist mit ihren Kommentierungen einfach klasse.



 

 

 

Hier der Einführungstext zum Video:

Der Preis der Freiheit - Grenzenlose Illusion - Eine ungewöhnlich offene Sicht auf die Illusionen der scheinbaren Wahlfreiheit auf allen Ebenen in dieser Zeit. Im Konsum, in der Berufswahl und in der Politik. Damit sind wir angekommen in einer freiwilligen Zwangsgesellschaft. Das ist letztendlich eine selbst gewählte Diktatur. Die perfekteste Diktatur, die es je gab, weil es freiwillig geschieht. Der Konsumismus.

Am besten gefällt mir der Begriff "Konsumistischer Plunder". Den merke ich mir gerne. Vielen Dank Marianne Gronemeyer, Professorin für Erziehungswissenschaft. 
http://www.3sat.de/page/?source=/doku...

3sat Philosophie vom 03.06.2013

Wir leben in einem Meer der Möglichkeiten und doch waren wir noch nie so unfrei, wie heute.

Wer nichts zu verbergen hat, hat bereits alles verloren.

Frei sein bedeutet, sich von etwas zu lösen, um sich etwas anderem widmen zu können.Die Dokumentation versucht diesen Spielraum, auszuloten, der uns als Raum für Entscheidungen gegeben wird.

Hier noch Prof. Nico Paech, der die Postwachstumsgesellschaft lehrt (toller Mann):

Zu dieser Postwachstumsökonomie passt die Permakultur, das autonome Leben der Selbstversorgung und die Achtung und Erhaltung der Schöpfung und des Lebens von Mensch und Natur am besten. Das ist ein wahrhaftige Vision einerlebendigen und freien Zukunft von Mensch, Tier und Natur.

 

Und dazu könnte auch das "Bedingungslose Grundeinkommen" ein wichtiges Werkzeug sein, um die Gesellschaft wieder von Existenzzwängen zu befreien und das kreative Potential zu entfalten...

 


Herzliche Grüsse
Hildegard 

 

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