Projekte, die Zivilcourage zeigen

Veröffentlicht auf von Mysterienschule München

 

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/f-william-engdahl/trotz-massiven-oeffentlichen-widerstands-eu-gibt-gruenes-licht-fuer-gvo.html;jsessionid=B21A5B95FBEB4F532CB5177E0475F995

Die Sommerpause hat sich absolut gelohnt, denn eine nicht demokratisch gewählte Bürokratenliga der EU hat sich mit den Lobbyisten von Monsanto und Co. gemein gemacht und wieder ein Stück mehr vom globalen Saatgut-Kuchen vereinnahmt.

Vor 2 Monaten begegnete ich einem Cherokee-Indianer aus Arizona.  Gemäss seiner Familientradition ist er Schamane seines Stammes. Vor 10 Jahren hat er nach schmerzhaften persönlichen Erfahrungen das Erbe seiner Familie angenommen, sich dem Wohl seines Stammes zu widmen, das Gleichgewicht der Natur zu erhalten und die Gesundheit der Menschen zu stärken. Seine innere Stimme ruft ihn auf, in den Herzen der Menschen den "CoCreator" 
 (Mitschöpfer) zu erwecken, ihr natürliches Erbe zu schützen, die Naturschätze dieser Erde zu bewahren und ihre Vielfalt zu wahren.

Er gestand mir, in Deutschland sehe er die letzte Chance, sich gegen die Agrar-Monopolisten zu stemmen und keimfähiges Saatgut verfügbar zu halten. In den USA sei es mittlerweile nur noch bedingt möglich, sich mit keimfähigem Saatgut zu versorgen. Er kaufe auf seinen Vortragsreisen um den Globus im Herzen von Europa keimfähiges Saatgut ein.
Uns Europäern, und v.a. den jungen Leuten in den Schulen, sei noch gar nicht richtig bewusst geworden, wie weit der Ausverkauf von elementaren Gütern an die Multinationalen Konzerne schon fortgeschritten sei - das betrifft sauberes Trinkwasser, fruchtbaren Ackerboden, lebendige Nahrungsmittel, genetische Vielfalt von Pflanzen und Tieren, saubere Luft.
Er würde uns so gerne aufmerksam machen auf die klammheimlich sich vollziehende Abhängigkeit, in die sich die regionalen Gesellschaften und lokalen Kulturen dieser Erde verstricken.

In absehbarer Zeit können wir dann nur noch die von den Multinationalen Konzernen gezüchteten, nicht keimfähigen Hybridsamen kaufen, oder wir haben eben nichts mehr zum aussäen. Die Bauern sind dann auf Gedeih und Verderb von standardisierten und patentierten Sorten abhängig, die meist nicht an die jeweilige Region und ihre Ökologie angepasst sind. Das erhöht natürlich auch die Anfälligkeit der Saat für Krankheiten und Mangelzustände.

Auch unsere sauberen artesischen Wasserquellen seien, gerade in der heutigen Weltmarktsituation, ein unveräußerliches und schützenswertes Gut der Allgemeinheit. Das sollten wir uns nicht aus den Händen nehmen lassen.
Nicht von ungefähr wird seit Jahren das "blaue Gold" weltweit von den Multis aufgekauft (ähnlich dem "schwarzen Gold" Erdöl, das schön langsam vom blauen Gold abgelöst werden soll) und - in Plastikflaschen abgefüllt - an die Durstigen dieser Welt für teuer Geld verkauft.
In diesem Licht erscheint der erste Link als weiteres Zeichen der Zeit, hellwach zu bleiben und unsere politischen, regionalen und kommunalen Vertreter, sowie unsere beruflichen Verbände stärker in die Pflicht zu nehmen. Trauen wir uns doch wieder, Zivilcourage zu zeigen und ggf. den zivilen Ungehorsam zu üben. Werden wir uns unserer Macht wieder bewusst - als Konsumenten und als Gestalter unserer Lebenswirklichkeit.

Dazu noch ein ermutigender Link aus der Chiemgauer Region, wo sich eine neue Kultur der Nachhaltigkeit durch Selbstorganisation entwickelt. Im Landkreis Traunstein und Rosenheim sind mehr und mehr Bauern aktiv dabei, eine neue Richtung einzuschlagen.
Christian Fischer, der Gründer von "Zivilcourage.de", war vor kurzem auch zu Besuch im Sekem-Projekt in Ägypten, wo sich dessen Gründer, Dr. Ibrahim Abouleish erfolgreich engagiert, die Wüste wieder ergrünen zu lassen und das in Demeter-Qualität.

Ähnlich auch die zivilcouragierten Algerier, die mittels "Cloudbuster"-Technik nach Wilhelm Reich wieder Regen in die Wüste von Algerien "locken" konnten und seit einigen Jahren wieder Früchte und Gemüse in Bioqualität ernten können.

Und hier noch als Ergänzung der frühere Link zur Einrichtung einer Saatgutbank in Norwegen zum Schutz der Artenvielfalt, in dem die Problematik und Hintergründe und Verstrickungen mit privaten Stiftungen sichtbar gemacht werden. Dieser hermetisch abgesicherte Bunker könnte mehr Fluch als Segen sein für die Vielfalt des Lebens auf unserer Erde.

Nehmt Eure Wahrheit an und entscheidet nach Eurem Herzen. 
Herzlichst
Hildegard

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